Yuriko works at home all day, transcribing tapes, feeling cut off from outside the world. Her husband, Takashi, works as a school teacher. In the evening he often goes to bars and comes home late, leaving his wife behind, waiting for him with the warm supper. He thinks she had accepted this reality, but one day she runs off, steals a car and starts turning into a woman he doesn't recognize.

Original Title Okaeri
German Title Willkommen zu Hause
French Title Okaeri
Other Titles Okaeri
Directed by Makoto Shinozaki
Country Japan
Available Formats 35mm
Screenplay Makoto Shinozaki, Ryo Yamamura
Film Editing Takefumi Tsutsui
Soundtrack Klaviersonate Nr. 14 cis-moll, Adagio der Mondscheinsonate
Cinematography Osamu Furuya
Sound Toyohiko Kuribayashi
Production Comteg; Takefumi Tsutsui und Hiroko Matsuda
Runtime 100 Min.
Language Japanisch/d/f
Actors
Miho Uemura Yuriko Kitazawa
Susumu Terajima Takashi Kitazawa
Shoichi Komatsu Sakuma
Tomio Aoki Mann im Park
Ayaka Horie Mädchen im Park
Taro Suwa Polizist
Shingo Takahashi Arzt
Awards

Grosser Preis für das beste Debüt und Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI): Montreal World Film Festival Best Director Award, Preis der Internationalen Filmkritik sowie Nomination für den Goldenen Alexander: Internationales Filmfestival Thessaloniki Wolfgang Staudte Preis, Preis für das beste Debüt, Filmfestspiele Berlin Darstellerinnen-Preis an Miho Uemura: Festival des 3 Continents, Nantes Grosser Preis (Best Film Award) der Stadt Dunkerque sowie Darstellerinnen-Preis an Miho Uemura, Preis der PResse, Preis der Jury des Jeunes und Preis des Publikums: Rencontres Cinématographiques de Dunkerque, wo der Film ausser dem Jury-Wettbewerb lief.

Die Schizophrenie, durch die Yuriko ihre
eigene Existenz neu interpretiert, gibt Aufschluss
über die Gesellschaft, in der sie
lebt, über eine Welt, die den Zufall und die
Leidenschaft ausgemerzt hat. Hinter der
geistigen Verwirrung der Frau verbirgt sich
ihre Weigerung, ein Leben ohne Abenteuer
und Sehnsüchte hinzunehmen, ihr Kampf
gegen die Resignation und gegen die Vernunft,
die sie bewogen hat, ihre Zukunftspläne
aufzugeben (nach ihrer Heirat hat
Yuriko darauf verzichtet, Pianistin zu
werden). Auf einem kahlen Hügel, ausserhalb der
Stadt, finden der Mann und die Frau sich
wieder. Wir sehen sie aus grosser Distanz,
zerbrechliche Ideogramme auf der Suche
nach einer vergessenen Verschmelzung.


Dieser erste Film von Makoto Shinozaki
zeugt von einer aussergew?hnlichen Fähigkeit,
Realität, Gefühl und Abstraktion zu
verbinden, und offenbart das Talent eines
grossen Filmautors.

Jean-François Rauger, in: Le Monde, Paris

Nicht die Krankheit ist das Thema
des Films, sondern die Beziehung des
Paares. Ich wollte ergründen, wie man in
einer tiefen Krise einen Ort der Ruhe
und Harmonie finden kann.

Makoto Shinozaki




Aussage...

Okaeri ist die Geschichte einer Rückkehr in
einen intimen Raum, den nur die beiden
Protagonisten kennen. Die Entdeckung
eines Geheimnisseswird zur Suche, als
Takashi sich des wirklichen Problems seiner
Frau bewusst wird. ? Okaeri ist ein
grossartiges Liebeslied ohne das geringste
Pathos.

Cahiers du Cinéma, Paris

Diese Hymne an die leidenschaftliche
Liebe ist so schön wie ein Gedicht von
Eluard.

Chi Yan Wang,
Festival International d?Annonay


Der erste, mit Auszeichnungen überhäufte
Spielfilm des unabhängigen Autors Makoto
Shinozaki ist die Geschichte einer schmerzlichen
Liebe, eingefangen inmitten der
urbanen Anonymität.

Libération, Paris

Im Zentrum von Okaeri steht nicht die
Schizophrenie Yurikos, sondern vielmehr
die Entfremdung des Menschen vom Alltag.
(...) Die letzte Vision lässt
Hoffnung aufkeimen: Wie wenn die Liebe des andern,
hier mit einem unersch?tterlichen Glauben
an die wundersame Kraft der Kamera dargestellt,
zu einer Rückbesinnung auf das
Wesentlichegef?hrt h?tte.

24 Images, Quebec

Im Zentrum eines Zyklons gibt es einen
ruhigen Punkt, das Auge des Zyklons,
wie man ihn in Japan nennt.

Makoto Shinozaki

Eine Frau versucht, durch die Verr?cktheit
der t?dlichen Routine der Ehe und der unermesslichen
Langeweile der Gesellschaft zu
entkommen. ? Etwas wird zerbrechen?
Denn Yuriko hat erkannt, dass die Welt
noch zittern kann,dass sie sich sogar ein
wenig bewegt, wenn man sie mit der n?tigen
Aufmerksamkeit beobachtet. Morgens
und abends ?geht sie auf Patrouille? (ein
herrlicher Ausdruck f?r das Suchen). Sie
phantasiert. Um das goldene Zeitalter
zur?ckzugewinnenund die t?dliche Gegenwart
zu bek?mpfen, um die Schranken niederzureissen
und die Vielfalt der Universen
einatmen zu k?nnen, muss sie ein geeignetes
System errichten ? sich eine fiktive Welt
schaffen.

Les Inrockuptibles, Paris

In ihr monotones Leben f?llt Licht, als
sie eine T?r ?ffnet, die ihm noch fremd
ist.

Aus dem Text des
japanischen Originalplakats



? und Form...

Bereits mit seinem ersten Film erweist sich
Makoto Shinozaki als eigenst?ndiger Filmemacher,
der Zeit und Raum seines intimen
Werks meisterhaft beherrscht. Eine der
sch?nsten Entdeckungen des Jahres.

L?Ev?nement, Paris

Kaum ein Filmemacher verf?gt ?ber einen
so gel?uterten Blick wie Makoto Shinozaki.
Er will zwar nicht von Yasujiro Ozu beeinflusst
sein, doch seine Filmsprache zeichnet
sich durch die gleiche, wenn nicht noch
gr?ssere innere ?bereinstimmungaus. In
dieser kinematographischen Architektur, in
der das geringste Beben einem Bruch
gleichkommt, vermittelt der unbestechlich
klare Blick von Makoto Shinozaki auf einzigartige
Weise die Emotionen und Ersch?tterungen
gegens?tzlicher Welten.

Hubert Niogret, in: Positif, Paris


Immer wieder wird man an Yasujiro Ozu
erinnert. Doch Makoto Shinozki f?hrt die
Dinge weiter, wo der Meister sie gelassen
hat. Und wie dieser verf?gt er ?ber ein
unglaubliches Gesp?r f?r die Komposition
der Bilder.

Les Inrockuptibles, Paris

Die Einstellungen sind lang ? bis das wirkliche Leben die Ecken der Leinwand anzuhe-
ben scheint.Der Geist Bressons ist gegenw?rtig
in jedem Moment, in dem der Film
uns erz?hlt, dass das ?ussere Leben nicht
das wahre ist.

International Herald Tribune, New York

Es geht nicht darum, einen Stil nachzuahmen,
sondern darum, die einfachste
Form zu finden f?r das, was man vermitteln
will.

Makoto Shinozaki


? als grossartige Einheit

In seinem ersten, sensibel und pr?zis inszenierten
Film ergr?ndet Makoto Shinozaki
die Liebe, die ein Ehepaar in seiner tiefen
Krise verbindet? Ein starker Film mit wundersch?nen
Bildern und grossartigen
Schauspielern.

Le Nouvel Observateur, Paris

Ein eindr?cklichesWerk, das mit seiner
formalen Reife ein ganzes Jahr erster franz?sischer
Filme in den Schatten stellt.
Einzigartigist auch die Mischung von Bescheidenheit
und Sicherheit, die Makoto
Shinozakis Filmsprache auszeichnet, seine
F?higkeit, die Handlung ohne szenische
Hilfsmittel oder Effekte aufzubauen,
sondern einzig mit den reinen Mitteln der
Filmkunst. Okaeri erstaunt durch seine
erz?hlerische Klarheit,die ?berzeugende
Einfachheit seiner ?sthetischen Mittel und
die absolute ?bereinstimmung zwischen
Form und Inhalt.Schon mit seinem ersten
Werk offenbart sich Makoto Shinozaki als
grosser japanischer Filmemacher.

Les Inrockuptibles, Paris

Man kann unm?glich einen Film ganz allein
realisieren. Mein Anteil daran ist
h?chstens die H?lfte, die andere H?lfte
tragen die Zuschauerinnen und Zuschauer
bei, mit den Bildern, die der
Film in ihnen wachruft. Ich denke, ein
Film ist nicht vollst?ndig ohne die Intervention
des Publikums.

Makoto Shinozaki

Die ?Arbeit? von Yuriko ? und die des
Regisseurs ? erh?lt einen neuen Sinn,wie
wenn es einzig darum ginge, ein Mittel zu
finden, um sich mit der Wirklichkeit vers?hnen
zu k?nnen... Was Okaeri auf klare,
meisterhafte Weiseaufzeigt, ist keine Flucht
in die Verr?cktheit, keine Abkehr von der
Welt, sondern die unabl?ssige Suchenach
einer M?glichkeit, sie auf friedvolle Weise
zu bewohnen, mit den Dingen in Beziehung
zu treten ? sich in der Landschaft aufzul?sen,
um neugeboren zu werden.

Cahiers du Cin?ma, Paris

Die franz?sische Zeitschrift ?Les Inrockuptibles?
w?hlte Okaeri zu den 15
besten Filmen des Jahres 1997.



?Die wahren Dimensionen?

Die Welt, die uns Makoto Shinozaki zeigt,
entspricht nicht unseren Sehns?chten... Sie
kann nur durch die Liebe gerettet werden,
die das letzte Bild umspannt. Okaeri ist somit
kein Thesenfilm,sondern die unerbittliche
und gleichzeitig z?rtliche Reflexion
?ber die Beziehung zweier Menschen,in der
Shinozaki einige Wege des
Widerstandsgegen die Schrecken der Welt erkundet, mit
ihren Risiken und Sch?nheiten, ihren geheimnisvollen
Windungen und schmerzlichen
Niederlagen.

Fr?d?ric Bonnaud, in:
Les Inrockuptibles, Paris


Die ersch?tternden Etappen einer
Flucht in die Verr?cktheit ? ein subtiles
Pl?doyer gegen den sozialen Konformismus.
Titel des Artikels zu Okaeri in:

Le Monde, Paris

Die schlichte, undramatische Ann?herung
an das Sujet, die in der Art von Bresson die
Natur des Menschen respektiert und sie
nicht fassbarer zu machen versucht, als sie
ist,st?tzt sich auf eine klare und pr?zise
Inszenierung und l?sst einen brennenden
Durst nach Wahrheiterahnen. Mit minuti?ser
Aufmerksamkeit beobachtet Shinozaki
die kaum wahrnehmbaren Verbindungen
zwischen den Menschen und den Dingen
(dem Telefonbeantworter, der Tastatur des
Computers, der wie ein l?cherlicher Klavierersatz
anmutet, einer Wand, die die
Wohnung und die Leinwand in zwei Teile
schneidet) und enth?llt dadurch die verbor-
genen Strukturenin ihren subtilen Wechselwirkungen.

G?rard Grugeau, in: 24 Images, Quebec

Ich m?chte die Zuschauerinnen und
Zuschauer nicht hintergehen, sondern
echte Emotionen in ihnen wecken.Am
Ende des Films, in der Szene auf dem
H?gel, schauen Yuriko und Takashi in
die gleiche Richtung. Die einen werden
denken, er habe nun dieselben Visionen
wie seine Frau, die andern, dass sie
dank ihm Heilung findet. Ich lasse es
offen. Das Publikum muss eine eigene
Antwort darauf finden. Der Film ist ein
Spiegel,in dem sich die Individuen betrachten
k?nnen.

Makoto Shinozaki

Jedes Bild von Okaeri beinhaltet seine eigene
L?sung,jede Bewegung wird darin aufgenommen,
fortgef?hrt und abgeschlossen.
Innerhalb einer einzigen Einstellung geht
man verschiedene Stimmungen durch,
muss man alle L?sungen in Betracht ziehen.
Auf diese Weise enth?llt Okaeri sein
intimes Thema, das weit ?ber das einfache
Konzept Gefangensein/Befreiung hinausgeht.
Hervorragend vor allem die letzte halbe
Stunde, in der Yuriko zuerst mit der Polizei,
dann mit dem Arzt konfrontiert ist und
in der sich uns die wahren Dimensionen
dieses Werkes erschliessen.

Olivier Joyard, in: Cahiers du Cin?ma, Paris


Yuriko: Aber manchmal habe ich auch
Lust, mit dir zu reden. Einfach zu reden.
Ausserdem bekomme ich manchmal
Angst allein in diesem Haus.
Und die Polizisten sind unecht. Ich hab?s
sofort gemerkt.
Sehen zwar echt aus in ihren Uniformen,
aber die dreieckigen Augen verraten sie.

Takashi: Du... du bist verrückt.

Yuriko: Nein, ich bin nicht verrückt.
Nicht ich bin verrückt ? verstehst du das
denn nicht?

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