"Le roi de San Gregorio" est l'histoire d'un amour pur et simple. Le film raconte le quotidien de Pedro Vargas, jouant son propre rôle, un homme de 30 ans qui habite dans le bidonville de San Gregorio et qui souffre d'un double handicap physique et psychique. Cela ne l'empêche pourtant pas d'être, avec Cati, sa "princesse", gravement handicapée, le protagoniste de cette magnifique histoire d'amour. Comme dans toute dramaturgie romantique, la matérialisation de leur amour ne se fera pas sans heurts: Maria, la mère de Pedro et Marta, la sœur de Cati tenteront notamment de s'interposer. Pedro va cependant continuer de se battre pour sa princesse, faisant confiance à Dieu et aux conseils de Juan, un vieil homme qui lui apprend à croire à l'amour.

Titre original El Rey de San Gregorio
Titre allemand El Rey de San Gregorio - Der König von San Gregori
Titre français Le Roi de San Gregorio
Autres titres Il re de San Gregorio
Réalisation Alfonso Gazitúa Gaete
Pays Chili
Formats 35mm, DVD
Scénario Alfonso Gazitúa Gaete, Christian Morales
Montage Soledad Salfate
Musique Edgardo Canton
Image Alvaro Cortés
Son Miguel Hormazábal
Equipment María Paz Sáenz
Costumes Alejandro Mora
Production Claudia Nelson, Cristín Olguín
Durée 80 Min.
Langue Spanisch/d/f
Acteurs
Pedro Vargas Pedro
María José Pargas Cati
Gloria Münchmeyer Mutter/mère
Giselle Demelchiore Maria
José Miguel Jiménez Rodrigo
Andrés Rillón
José Sosa

«Der chilenische Dokumentarfilmer Alfonso Gazitúa Gaete geht in seinem Spielfilmdebüt von Erfahrungen aus, die er selber als Theaterpädagoge mit behinderten Menschen in San Gregorio gemacht hat, insbesondere von der Geschichte Pedros, der sich auch gleich selber spielt. Diese Nähe verleiht dem Film zwar Authentizität.»

Tages-Anzeiger, Reto Bühler



GESPRÄCH MIT ALFONSO GAZITÚA GAETE



Wie haben Sie Pedro Vargas kennengelernt? Was haben Sie für eine Beziehung zu

ihm?



Ich habe Pedro am 1. August 1994 im Rahmen einer katholischen Mission kennengelernt, wo

wir eine Gruppe von Menschen mit Behinderung begleiteten. Er war der fröhlichste und

herzlichste von allen und erlebte gerade eine wunderschöne Liebesgeschichte mit einem

Mädchen der Gruppe, die Eli hiess. Sein Leben, sein Charisma, seine Liebe zu ihr, die Mühe

der Eltern, diese Liebe zu akzeptieren und ihr Bedürfnis zusammenzusein berührten mich und

brachten mich ihm näher. Seither verbindet mich eine tiefe Freundschaft mit ihm.



Wie hat er reagiert, als er erfuhr, dass Sie einen Film drehen würden, der auf seiner

Lebensgeschichte beruht? War er sofort bereit, mitzumachen?



Jedes Mal, wenn ich Pedro von meiner Absicht erzählte, einen Dokumentarfilm über sein

Leben zu machen, glänzten seine Augen, er war begeistert. Später, als die Idee Gestalt

annahm, sich Fiktives mit Dokumentarischem zu vermischen begann und der Drehstart in die

Nähe rückte, fragte mich Pedro hartnäckig, wann wir denn endlich beginnen würden. Der

Gedanke, dass er selbst sein Leben darstellen würde, machte ihn zwar auch sehr nervös. Als

er mit der Frau Bekanntschaft machte, die Eli interpretierte, verliebte er sich in sie, und das

spürt man im Film.



War es schwierig, mit LaiendarstellerInnen zu arbeiten, die zudem mit einem Handicap

leben?



Meine Grundidee war, Pedro als Hauptdarsteller zu haben. Danach würden seine und meine

Wahrheit einfliessen. Ich brauchte Echtheit und Natürlichkeit – und das konnte mir nur Pedro

garantieren. Die grosse Schwierigkeit war, dass er aufgrund seiner Behinderung die Texte

nicht auswendig lernen und auch keine Informationen behalten konnte. Aber nach zehn

Jahren Freundschaft wusste ich, was möglich war und was nicht. Wir haben mit seinen

Erinnerungen, seinem emotionalen Gedächtnis gearbeitet. Jede Szene wurde vorbesprochen,

mit seinem natürlichen Talent gab er dann das selbst Erlebte wieder, während ich nur den Ton

präzisierte. Pedro war zwar skeptisch - er hatte Angst, man würde sich über ihn lustig machen

-, vertraute mir aber auch. Ich wusste, dass sein Charisma und diese Echtheit ihm eine

gewisse Sicherheit geben würden, aber es war auch wichtig, ihn rücksichtsvoll und sanft zu

führen, weil er sehr sensibel ist.



El Rey de San Gregorio ist Ihr erster Spielfilm, war es schwierig, ihn zu realisieren?



Ja, zuvor hatte ich drei Kurzfilme und einige Dokumentarfilme über Menschen gedreht, die

sich am Rande der Gesellschaft bewegen, über Alte, Schüler und Kinder, die auf der Strasse

leben. Mein erster Spielfilm sollte diese Anliegen aufnehmen, dazu aber noch eine

Liebesgeschichte erzählen. Den Drehplan zu koordinieren war aufgrund der Verfügbarkeit und des Gesundheitszustandes der Behinderten nicht einfach. Man musste sie beispielsweise immer abholen, zum Teil mit

Begleitpersonen, Krankheiten mussten möglichst vermieden werden, ihre Rollstühle mussten

im Wagen Platz finden etc. Im Allgemeinen konnten wir aber immer auf die Unterstützung

ihrer Familien zählen. In der zweiten Drehwoche wurden wir ausgeraubt, unsere Mobilitelefone und ein Fotoapparat

waren verschwunden. Am folgenden Tag verlangte man 3000 Dollar Lösegeld für die geklaute

Ausrüstung. Zwei Tage später standen in San Gregorio an jeder Ecke Polizisten. Aber das hat

uns nicht beeindruckt, die Motivation war grösser als dieser armselige Einschüch-

terungsversuch.



Schon in Ihren Kurzfilmen gehen sie heikle Themen an, die eine gewisse Realität in

Ihrem Land aufzeigen. Warum dieses Engagement?



Mich interessieren nur Geschichten von grosser Menschlichkeit, Realität und Echtheit. Umso

besser, wenn sie von Liebe handeln. Die Liebe ist mein Leitmotiv. Sei es die Liebe zwischen

zwei Menschen mit Behinderung wie hier oder die eines Paares, das ihren Sohn verliert, sich

daraufhin trennt und 10 Jahre später wiederfindet, das Thema von Cuasimodo, meinem

zweiten Spielfilmprojekt.



Wie ist die Situation für Menschen mit Behinderung in Chile?



Das Bewusstsein gegenüber handicapierten Menschen hat in Chile zugenommen, aber es

genügt noch nicht, insbesondere bezüglich Infrastruktur, Eingliederung und Sexualität sind

Schritte nötig. Es gibt in Chile sehr wenige Behinderte, die heiraten und Kinder haben. Das

Thema ist halb tabu und auf nationaler Ebene kaum präsent. Die politische Unterstützung von

Initiativen, die zum Beispiel Fragen der Sexualität oder echte soziale Integration angehen,

fehlt. Es ist schlicht keine Thema in meinem Land.



Welche Reaktionen erhoffen Sie sich auf den Film?

Zuallererst möchte ich die Menschen berühren, dass eine Empathie entsteht mit der

Geschichte, mit Petro und Eli, mit ihrer Unschuld, mit ihrer unschuldigen und wahren Liebe.

Die Menschen sollen aber auch der Situation von San Gregorio gewahr werden, wo

nicht nur Verbrecher und Drogenhändler leben, sondern auch Menschen mit Würde wie

Pedro, Eli und ihre Freunde.

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